Kartause Mauerbach

Die Kartause ist ein ehemaliges Kloster der Kartäuser und zählt zu den bedeutendsten ihrer Art in Österreich. Der Kreuzgang der Klosteranlage gehört zu den längsten Europas.

Siedlungsformen vor den Toren Wiens

Mauerbach besteht aus Beckensiedlungen und Hangsiedlungen, die in einer Talbandsiedlung in Richtung Wien auslaufen.

Öffentliche Funktionen im Zentrum

Ursprünglich war das Gemeindeamt in der Volksschule untergebracht. Mit der Neuansiedelung des Gemeindeamtes im Kutscherstall wird das Areal für das zukünftige Ortszentrum zusätzlich belebt.

Ein Ortszentrum für Mauerbach

Eingebettet im Wienerwald entstand Mauerbach weniger durch kontinuierliches Wachstum, sondern eher durch wiederholte planmäßige und ruckartige Ergänzungen von Siedlungskörpern. Nun soll ein Ortszentrum entstehen.

Marktgemeinde Mauerbach


Die Marktgemeinde Mauerbach liegt im Wienerwald am Rande des Industrieviertels in Niederösterreich. Die ca. 3650 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Gemeinde ist dem Bezirk Wien-Umgebung zugeordnet und grenzt direkt an die Bundeshauptstadt. Der Siedlungsdruck ist groß, dennoch ist das Ortsbild der Gemeinde von aufgelockerter Bebauung und der umliegenden Landschaft geprägt. 80% des Gemeindegebietes bestehen aus Wald, nur etwa 10% sind bebaut. 

 

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Die Umgebung von Mauerbach bildet ein wellen- und hügelförmiges Terrain, welches mit dem Tulbinger Kogel (490 m) seinen höchsten Punkt erreicht. Das ganze Gebiet ist von zahlreichen Seitengräben und Quertälern durchzogen, deren Gerinne sich zum Mauerbach vereinigen.

 

Die Anfänge der Besiedelung gehen in etwa auf das Spätmittelalter zurück und liegen zeitlich im Bereich der Stiftung des Kartäuserklosters 1313. Es zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern seiner Art in Österreich und wurde über die Jahre weiter umgebaut und erweitert. Im 19. Jahrhundert war der Wienerwald Ressource für die Holzproduktion und -verarbeitung, mit ihr kamen Siedler, es entstanden Holzfällerhütten, Bauernhöfe und Ortschaften, die Wiesen- und Viehwirtschaft wurde etabliert, auch die Freizeitfunktion spielte eine Rolle.

Mit der Aufhebung des Klosters in der Kartause und der Nutzung als Altersheim kam es zu einem plötzlichen ungewöhnlichen Bevölkerungswachstum, das neue Infrastrukturen (Gasthäuser, Kino, Volksschule) in den Ort brachte. Das Wiener Bürgertum durchsetzte den Ort Mauerbach im Wienerwald als Sommerfrischeort mit Villen, Gasthäusern und einem Schloss. Auch Schrebergärten prägten das Ortsbild. Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts kam es zu einer zunehmenden Zersiedelung, die den Waldbestand gefährdete. 

Der letzte Bauboom im Wienerwald startete in der wirtschaftlichen Aufschwungphase nach dem 2. Welktrieg, enormer Siedlungsdruck und Siedlungswachstum führten zur bis heute andauernden Suburbanisierung.

 

 

 

Bildquellen: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/bc/Kartause-mauerbach-zellen.jpg/220px-Kartause-mauerbach-zellen.jpg, René Mayr, http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/84/Mauerbach_Reithalle.jpg/1024px-Mauerbach_Reithalle.jpg, maps.google.com

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Siedlungsmorphologische Analyse

Hier kann die siedlungsmorphologische Analyse, die im Vorfeld der vor ort ideenwerkstatt in Mauerbach erstellt wurde, eingesehen werden. Wenn Sie ein digitales Exemplar herunterladen möchten, dann schicken Sie bitte ein E-Mail anoffice@nonconform.at.

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